
Das Lösungswort lautet...
Wie heißt der Gründer der Pfadfinderbewegung?
In welchem europäischen Land entstand die Demokratie?
Wie viele Stämme gibt es im LV Niedersachsen?
Was für ein Tag ist der 22.02.2006?
Wenn du die Antwort auf diese Fragen kennst, dann werden auch die weiteren Fragen kein Problem für dich sein. Lade dir das Kreuzworträtsel vom LGS-Praktikanten Tobias Pernt hier runter!
Viel Spaß!
Wer war denn das?
Eindrücke eines Praktikanten der LGS
Landesgeschäftsstelle des BdP, Tobias Pernt, Moin. Ja, hallo Frank… Ja… gut, schreibe ich auf… Kann ich sonst noch was für dich tun?... Ja, werde ich weiterleiten… Mmmhh… muss ich fragen. Kann ich dich später noch mal zurückrufen? So in 15 Minuten? Gut… Dann, bis später…“
Wer wa `n datt? Tobias Pernt aus Oldenburg! Wenn Renate oder Urs mal nicht mit euch sprechen konnten, hattet ihr mich an der Strippe. Warum? Ich habe in der FH Emden ein Studium im Bereich ‚Soziale Arbeit’ aufgenommen. Für dieses Studium brauchte ich ein Praktikum. So bin ich zur LGS gekommen und habe dann von Ende Januar bis Mitte März mein Praktikum schließlich in der Landesgeschäftsstelle in Oldenburg gemacht. Während meiner Zeit habe ich auch beim LARU mitarbeiten dürfen. So kommt es, dass ihr dann und wann auch mal meinen Namen in dieser Ausgabe lesen werdet. Es war eine recht interessante und auch lehrreiche Erfahrung hinter die Kulissen eines großen Jugendverbandes sehen zu dürfen. Ich war zwar selber bereits lange aktiv bei einem anderen Pfadfinderverband, doch nie „Berufspfadfinder“ (wie das auch einige immer von den BildungsreferentInnen denken, dass sie dies seien). Somit waren die Erfahrungen wie sich nun der Arbeitsalltag von einem Bildungsreferenten gestaltet und aussieht sehr informativ für mich. Meine Aufgabe bestand darin dem Bildungsreferenten Urs zuarbeiten und auch selbstständig kleine Projekte zu erarbeiten, die auf eine Betreuung warteten. So habe ich erstmal begonnen den existierenden Presseordner zu ergänzen und zu sortieren. Dabei habe ich feststellen dürfen, dass nun schon eine ziemlich lange Zeit kaum noch Zeitungsartikel in der LGS eingegangen sind. Somit möchte ich euch an dieser Stelle darum bitten wieder mehr und weiter Berichte und Artikel an die LGS zu senden, damit in Zukunft auch Presseechos erstellt werden können. Auch der LARU freut sich sicherlich über Artikel (was ihr unternommen habt und wo ihr unterwegs wart etc. Doch zurück zu meiner Tätigkeit hier in der LGS. Ich konnte mich während meiner sechs Wochen mit folgenden Dingen beschäftigen: 1. mich mit dem Bereich der Erlebnispädagogik auseinander zu setzen 2. Einblicke in die einzelnen Gremien zu bekommen 3. an einem sehr informativen doch leider auch sehr kurzen Moderationsseminar teilnehmen 4. Kenntnisse über diverse Computerprogramme erlangen und vertiefen 5. am Landespostversand mitwirken 6. erfahren, dass nach dem Job quasi vor dem Job ist und es nicht so richtig „Feierabend“ gibt, da man hier und dort doch noch mal auf das ein oder andere Thema zu sprechen kommt 7. … Es sind noch einige Punkte mehr, doch wollte ich eigentlich nur sagen, dass so ein Praktikum hier Spaß bereitet und einen vor allem auch weiter bringt in die Arbeitsbereiche der LGS vorzudringen. Am besten geeignet ist es zwar für Personen die auch später in diesem Bereich arbeiten wollen, aber auch für Menschen die bereits Sozialpädagogik / Soziale Arbeit studieren und einen Praktikumsplatz benötigen, lohnt es sich in den Bereich „Management und Logistik“ eines Jugendverbandes vorzudringen. In diesem Sinne: euch noch viel Freude beim weiter lesen und eventuell wurdet ihr ja auch ermutigt euch hier in dem LARU durch ein schönen Bericht zu verewigen (denn nicht nur wer, sondern auch was man schreibt, das bleibt!) oder gar ein Praktikum in der LGS zu absolvieren.
Tobias Pernt, Oldenburg. Praktikant in der LGS
Liebe Redaktion…
Leserbriefe zum LARU 3/2005
Hallihallo! […] Ich habe […] nach ausführlicher Lektüre trotzdem einige Anregungen und Kritikpunkte. Zu erst einmal Glückwunsch zu dem Dackstein-Artikel: Ich mag Artikel, die mir die Kinnlade runterfallen lassen. Als ich da von „Dosenstechen“ und ritusartigem, gemeinsamen Ohrlochstechen las, war ich doch ebenso entsetzt wie davon begeistert, dass der LARU in die richtige Richtung geht. Meiner Meinung nach sollte das Konzept mehr von gegenseitiger Selbstbeweihräucherung hingehen zu spannenden informativen Artikeln, die die Zielgruppe Führungskräfte und Gruppenleitungen im Landesverband - ansprechen, unterhalten und bilden. Natürlich möchte ich nicht, dass Berichte über unsere Aktionen raus fallen, die brauchen genauso ihren Platz. Liegt das Platzproblem der Ausgabe vielleicht darin begründet, das es in diesem Jahr lediglich 3 anstatt 4 Ausgaben gegeben hat? Neben Aktionsberichten muss auch genügend Platz für spannende Reportagen und Artikel bleiben, das ganze natürlich nicht zu dicht gedrängt, mit genug Platz für Bilder zum Wirken lassen. Vielleicht kann der LARU sich dann irgendwann zu einer richtig tollen Zeitschrift mausern. Aber zurück zur aktuellen Ausgabe: Ich habe gerade geschrieben dass auch große Bildflächen mit Sprüchen etc. in eine gute Zeitschrift gehören, die Weißfläche auf Seite 12/13 verstehe ich aber nicht so ganz. Kontrast? Sieht eher aus also ob vergessen wurde, da den Text einzufügen. Das Heftthema "Rituale" zieht sich ansonsten gut durch das Heft, wobei ich bei einzelnen Artikeln dachte, jetzt hätte ich aber gerne Mennos Reisebericht gelesen. (Oder auch meinen Leserbrief (grins)), bei dem ist es mir eigentlich nicht so wichtig, finde nur bei Leserbriefen tendenziell, dass sie auch in der Publikation auf die sie sich beziehen, erscheinen sollten. Sonst könnten Leute annehmen, dass die Lesermeinung der Redaktion evtl. zu unbequem war?!) Allgemein ist mir nur aufgefallen, dass dieses Mal relativ viele, nicht unserem LV Zugehörige, mitgewirkt haben. Der Artikel von Annette, schön und gut, Sichtwechsel im LARU und passt zum Thema, ist aber anscheinend auch schon an anderer Stelle veröffentlicht worden. Auch der Artikel von Hasi passt thematisch, aber auch er ist nicht aus Niedersachsen und es ist immer noch unser LANDESrundbrief. Klar, ich widerspreche mir selbst, wenn ich weniger Aktionsberichte und mehr Inhaltliches und Kritisches fordere und gleichzeitig LV-Fremde Schreiberlinge raus haben möchte, aber diesen Text hätte auch ebenso gut jemand aus dem LV über seinen Stamm schreiben können. Der Rauchtext ist zwar nicht schlecht, macht für mich thematisch aber eher den Eindruck eines Lückenfüllers. Warum, wenn genug Material vorhanden war? Sicher, nicht schlecht der Text, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, das noch irgendetwas zum Heftthema bei den Haaren herbeigezehrt werden musste. Ansonsten gefallen mir die Texte, das THW-Interview, na gut, wenn es zum LARU-Konzept gehört immer ein Interview zu haben, dann bitte. Bitte versteht diese Email nicht falsch, ich will mich nicht beschweren oder einzelne Artikel schlecht machen, die waren wirklich inhaltlich alle nicht schlecht, das Problem waren, wie gesagt, wohl einfach die drei Ausgaben. […] Ansonsten ein schönes, stressfreies Weihnachtsfest und kommt gut ins neue Jahr.
Es grüßt euch Chrise
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Mit großer Sympathie habe ich den Laru 3/05 gelesen. Ist wirklich gut gemacht, sogar die Kreativität des „Dackstein-Autoren(teams?)“ hat mir gefallen. Das Highlight war für mich „Morsezeichen, Rückmeldung 1“. Mit zunehmendem Respekt las ich den Artikel, bekam fast schon Komplexe als ich an meine Stammesführerzeit dachte (obwohl ich für mich in Anspruch nehme, einen Großteil der für Jüngere sicherlich recht rigide anmutenden Methoden ebenfalls praktiziert zu haben), [...]. Etwas kritischer gehe ich mit dem Bericht über den Bezirkstag Mitte um. Wenn das ganze Ergebnis eines doch ja aufwendigen Wochenendes ist, dass man feststellt, dass „gerade junge Gruppenleiter den Bezirk kennen lernen sollen“ spricht das für sich. Immerhin hat man einen Bezirkssprecher gefunden. Kurz noch zum „TBHdWP“. Ist das mit der schlechten Rechtschreibung Absicht? Ansonsten, wie gesagt. Ihr habt einen sowohl vom Layout als auch vom Inhaltlich richtig guten LARU gemacht. Herzliche Grüße und Gut Pfad.
Dieter Kettler (Asco), Stamm Horse, Harsefeld.
(Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen)
Wir sind gekommen um zu bleiben
Singspiel für alle Beteiligten
Hintergrundmusik: Beethoven: 9. Symphonie
Aleya: „Politik muss Spaß machen.“ Frank: “Ich muss jederzeit wieder aussteigen können.“ Rita: “Ich will mitbestimmen können was ich tue.“ Kerstin: „Also dafür gebe ich mich nicht her.“ Seynep: “Ich will mich mit meinen Fähigkeiten einbringen können.“ Guido: “Es muss uns was bringen.“ Gerd: “Es muss was ganz anderes sein als in der Schule.“ Thorsten: “Wenn es zu lange dauert seine Ideen umzusetzen, dann langweilt mich das Ganze.“ Maria: “Ich will dabei neue Freunde kennen lernen.“
Der Fernsehchor: „Einige schwarze Schafe dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir eine gute Politik und gute Politiker haben, die Leute sind viel zu bequem um selbst aktiv zu werden, schimpfen ist immer einfacher, man bekommt erst was von Politik mit oder interessiert sich dafür, wenn es an den Geldbeutel geht.“
Hintergrundmusik: Wir sind Helden: Wir sind gekommen um zu bleiben.
Hanna: “Wenn sich viel zu wenig über die Dinge informiert wird, darf man eigentlich auch nicht mitreden.“ Jenny: „Viele verstehen überhaupt nicht, wie unser parlamentarisches System funktioniert.“ Timm: „Abgeordnet haben keinen Einblick in das reale Leben der breiten Masse.“
Der Zeitungschor: “Abgeordnete handeln nur im eigenen Interesse. Die Affären und Skandale der Politiker sind eine Schande für die Demokratie. Andererseits: Politiker sind auch nur Menschen mit Schwächen und Fehlern wie alle anderen. Problem ist aber: lediglich vor Wahlen suchen Parteien den Kontakt mit der Bevölkerung.
Hintergrundmusik: Metallica: Nothing else matters.
Nina: “Die Medien ziehen die Politiker durch Skandalmeldungen in ein negatives Licht.“ Hanno: „Wenn man bei den Pfadfindern oder woanders mitmacht, tut man was für die Demokratie.“ Sido: “Ich werde mich beim Bürgermeister beschweren.“ Sylvia: “Ich werde in Zukunft mehr die Tagesschau sehen und mich mehr mit anderen Leuten über Politik unterhalten.“ Tanja: “Ich will einen Leserbrief an eine Zeitung schreiben.“ Manuel: “Neben den Pfadfindern arbeite ich noch in einer Umweltgruppe mit“ Simon: “Wählen gehen, einer Partei beitreten oder einer Gewerkschaft beitreten, demonstrieren gehen, gegen die da oben klagen, den Mund aufmachen, zur Politikersprechstunde gehen … das gehört für mich alles zur Demokratie.“
Der Politikerchor: „Politik geht jeden was an. Demokratie ist doch das kleinste Übel. Es gibt keine Staatsform, in der man mehr Freiheit hat als in der Demokratie. Wenn will, kann sich einmischen, muss es aber nicht tun In einer Demokratie können, aber müssen auch die unterschiedlichsten Standpunkte offen ausgetragen werden. In der Politik wird zuviel gestritten. Die Leute haben viel zu hohe Ansprüche an Politiker“.
Alle: Über was reden wir hier eigentlich?
Stimme aus dem Hintergrund: Über Politik.
Zauber der Nacht
Fahrtenbericht der Sippe Moschus
Eine dunkle schwarze Nacht bricht herein. Das Lagerfeuer brennt und erhellt flackernd die Umgebung. Ruhig wird es. Ein paar Autos sind aus der Ferne zu hören. Der Wind spielt mit den Blättern, dessen rauschender Klang sich mit dem Knistern des Feuers vereint. Die Augen starren ins Feuer, suchend, mit einem Hauch von Wehmut, finden aber keinen ruhigen Punkt. Müde vom Tag fange ich an zu träumen. Meine Gedanken verlieren sich. Ich fühle mich großartig. Frei, so unendlich frei. Die Wärme des Feuers erreicht mein Gesicht. Ich atme tief durch. Atme die kühle frische Luft in meine Lunge hinein. Stille kehrt ein. Gedanken rennen in meinem Kopf herum. Bleiben bei der Überlegung stehen, wie sich wohl Menschen vor vielen Tausenden von Jahren gefühlt haben müssen, als sie ebenso am Feuer saßen. Ich sitze hier, über mir die riesige Menge von Sternen, die nur ein wenig Helligkeit bringen. Der Mond ist eingehüllt in zwei große Wolken. Bizarr wirkt dieses Lichtspiel. Die Dunkelheit des Himmels vermischt sich mit einem dunkel bis hellblau. Die leuchtenden Ränder der Wolken grenzen sich vom Dunkel des Himmels ab. Ich schaue wieder ins Feuer, schaue mir die tanzenden Flammen an. In meiner Ruhe werde ich plötzlich herausgerissen, als jemand, den ich noch nicht richtig erkennen kann, weil sich meine Augen durch den hellen Schein des Feuers erst einmal an die Dunkelheit gewöhnen müssen, Holz ins Feuer legt. Ja, richtig... ich bin auf Fahrt. Und jetzt erkenne ich alle. Jeden einzelnen meiner Sippe. Auch die Anderen waren in ihren Gedanken versunken und wurden ebenfalls aus ihrem Trancezustand herausgeholt. Das neu aufgelegte Holz erhellt wieder alles. Ich greife um mich herum um meine Tasse mit dem abgestandenen Tee zu finden, trinke ein paar Schlucke daraus und stelle sie leer wieder zurück. Die Funken des Feuers schießen wie kleine Raketen in den Nachthimmel. Die Müdigkeit nimmt mich immer mehr gefangen. Das Dunkel der Nacht umhüllt mich wie ein Mantel. Ich lege mich auf die Seite, schließe meine Augen und fange wieder an zu träumen. Als ich meine Augen wieder öffne ist es Morgen. Im Dunstschleier des Nebels, der auf den Weiden noch zu sehen ist, kann ich schemenhaft einige Kühe erkennen. Mein Schlafsack ist voller Asche und meine Augen brennen ein wenig. Ein kalter Brandgeruch dringt in meine Nase. Das Feuer ist ganz herunter gebrannt. Nur einige kleine Reste sind in einem Meer von Asche zu sehen. Der Tag hat uns wieder, und zurück blieb nur noch eine Erinnerung an unsere gemeinsame Nacht. Eine Nacht voller Zauber, voller Gefühle und Freude.
Sippe Moschus, Stamm Parzival Oldenburg
Seepferdchen in politischer Bildung
Buchvorstellung
„Der Kanzler wohnt im Swimmingpool oder wie Politik gemacht wird“ bietet eine anschauliche Einführung in die Politik – nicht nur für Kinder
„Als mein Mann 1998 zum Bundeskanzler gewählt wurde, bewohnten wir eine 90 Quadratmeter große Dachgeschoss-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Mitte Hannovers. Der kieselfarbene Außenputz erinnerte an Vorkriegszeiten, der Bodenbelag im Treppenaufgang zu unserer Wohnung (fünftes Stockwerk ohne Aufzug!) bestand aus Jahrzehnte altem Linoleum-artigen Material, und danach roch es auch.“ Das ist nicht das, was sich die Freundinnen von Schröders Tochter Klara unter der Wohnung des Bundeskanzlers vorgestellt haben. Wo ist bloß der Swimmingpool? Doris Schröder-Köpf stellt diese Anekdote ihrer Aufsatzsammlung voran und erklärt damit auch gleich die Herkunft des Titels und die Absicht des Buches: Gemeinsam mit Inken Brodersen hat sie 27 Autoren gebeten „eine Art ‚Gebrauchsanweisung’ zum besseren Verständnis von Politik“ für Kinder zu verfassen. So beschreibt Elke Heidenreich unter dem Titel „Wein, Museum oder Klo. Was ist eigentlich das Kabinett?“ die Arbeit der Minister einer Regierung. Denn beim Kabinett handelt es sich eben nicht um eine besonders gute Weinsorte oder einen abgeteilten Raum im Museum für besondere Exponate, sondern um die Versammlung der Minister einer Regierung. In Thomas Gottschalks Beitrag „Hello, Mr. President. Wie der Bundespräsident wirkt“ geht es um die Rolle des Bundespräsidenten, wobei diesem Aufsatz der von Mainhardt Graf von Nayhauss vorzuziehen ist, der über das selbe Thema schreibt. Gottschalk rechtfertigt sein Unvermögen, trockenes Amtsdeutsch kindgerecht aufzubereiten mit der Begründung, die Kinder wüssten ja nun, wo sie nachschlagen könnten, wenn sie wissen wollten, wie der Bundespräsident wirkt, auch wenn sie die Passagen, (die Gottschalk vermutlich aus einem Oberstufen-Schulbuch oder einer Einführung in die Politik übernommen hat) wohl überlesen werden, wie er annimmt. Große Namen verheißen in dieser Sammlung nicht unbedingt gute Aufsätze. Zwar ließe sich an der Sammlung kritisieren, dass einige Themen mehrfach aufbereitet wurden, doch will man weder auf große Namen noch auf gute Aufsätze verzichten, so ist diese Themendopplung unumgänglich. Bestes Beispiel: der Bundespräsident. Einer der ansprechendsten Aufsätze des Bandes ist der oben erwähnte von Mainhardt Graf von Nayhauss über das Staatsoberhaupt: „Früher gab es Könige oder gar Kaiser, wir haben heutzutage einen Bundespräsidenten. Er ist der oberste Bürger, daher wird er auch ‚Staatsoberhaupt’ genannt. Aber anders als der König trägt der Bundespräsident keine Krone, eher schon mal eine Elbseglermütze, wie der jetzige Bundespräsident, der Johannes Rau heißt. Freunde nennen ihn auch ‚Bruder Johannes’.“ Durch die gelungene Verbindung der deutschen Geschichte mit der Gegenwart, wirkt die Beschreibung anschaulich und nachvollziehbar. Fast unbemerkt fließt eine enorme Menge an Informationen in den Leser ein. Stichwort „Bruder Johannes“ – Wer gut aufgepasst hat, erkennt gleich ein weiteres Manko der Sammlung: Die Geschichten sind größtenteils stark auf die Personen der damaligen Regierung (das Buch ist von 2001) gemünzt. Was die Anschaulichkeit auf der einen Seite enorm fördert, hat andererseits den Nachteil, dass die Aufsätze in diesem Punkt veraltet sind. Ein weiterer Kritikpunkt ist der, dass den Autoren nicht klar gewesen zu sein scheint, für welche Adressatengruppe sie schreiben wollen. Ein Teil der Geschichten scheint für Kindergartenkinder verfasst zu sein, stark vereinfacht und beinahe lächerlich. Ein anderer Teil wiederum wendet sich an Grundschulkinder – einfach, aber nicht vereinfachend, lustig, aber nicht lächerlich – und ein weiterer Teil scheint sich an die Schüler ab 15 Jahren zu wenden. So zum Beispiel der Text von Maybrit Illner über die Wahlen in der DDR, der hochtrabend mit einem Brecht-Zitat beginnt und Begriffe und Namen wie Stalin, Blockparteien, Volkskammer etc. unerklärt lässt, was die Lektüre für Jüngere enorm erschwert. Positiv erwähnt seien die Beiträge von Werner A. Perger über das Parlament, von Ulrich Wickert über die EU und von Frank Gerbert, dessen Allegorie auf die Gleichstellung sich gleichermaßen für jüngere Kinder wie auch für ältere Erwachsene (und natürlich allen dazwischen) eignet. Trotz aller Mängel eignet sich das Buch als Einführung in die Politik hervorragend. Aber wer sein Seepferdchen macht, sollte auch irgendwann das Freischwimmer-Abzeichen ablegen und das heißt: Nicht aufhören, sondern weiterlesen! Es gibt viele gute weiterführende Bücher, über die Ihr Euch z.B. bei der ‚Bundeszentrale für politische Bildung’ informieren könnt.
Ivonne Meybohm, Stamm Hasko, Stade
Doris Schröder-Köpf, Ingke Brodersen (Hg.): Der Kanzler wohnt im Swimmingpool. Campus Verlag GmbH, 2002.
Gibt es ein Menschenrecht auf Erdbeeren im Januar?
Das komplette Interview mit SlowFood könnt ihr hier als PDF runterladen.
Ernährungswende im BdP
Hier könnt ihr den Text
runterlanden.
Nachrichten aus einer anderen Welt
Hola an alle LARU-Leser
Ich bin Menno vom Stamm Vaganten aus Aurich und ich bin für ein Jahr in Argentinien. Die komplette Kultur zu beschreiben wäre zu viel, aber ich versuche mal die spannendsten und interessantesten Ereignisse aufzuschreiben: Ich lebe hier in Restistencia, das ist im Norden Argentiniens und eine der heißesten Regionen der Welt. Typisch für Argentinien sind die Haciendas (riesige Rinderfarmen). Ich habe das Glück, dass mein Gastonkel eine Hacienda besitzt und ich dort einige Wochenenden verbringen kann und dabei einen tiefen Einblick in diese fremde Kultur bekomme. Das Leben der Gauchos erlebe ich hautnah mit: ich erlebe zum Beispiel, wie sie die Kühe mit Pferden eintreiben, Lasso werfen, im Schatten sitzen und Siesta machen und dabei Mate trinken, ein Nationalgetränk. Ich reite auch einfach durch die Gegend, durch die fremde Landschaft und sehe der Tierwelt zu (Pumas, Krokodile, Papageien, Schlangen…). Argentinien ist bekannt für seine vielen Kühe und das Fleisch, was ich nur bestätigen kann. Bei dem 100jährigen Geburtstag des Dorfes in dem die Hacienda meines Gastonkels ist, wurden für das Fest ca. 200 Kühe geschlachtet. Obwohl in dem Dorf nur 700 Menschen leben, waren auf dem Fest fast 1400 Menschen… Wahnsinn! Außerdem gibt es hier weltbekannten Wein und Schokolade. Hier gibt es den zweitgrößten Wasserfall und den viertgrößten Fluss der Welt (ca. 15min mit dem Auto von meinem Haus entfernt…) und vieles vieles mehr….
Hasta luego und gut Pfad
Menno Lübbers, Stamm Vaganten
Welche Regeln...
... sind unsere Regeln?
Der Pfadfinder ist hilfsbereit. Der Pfadfinder schützt die Natur. Der Pfadfinder ist auch bei Kritik und Gefahr tapfer. Auf die Ehre des Pfadfinders kann man bauen. Der Pfadfinder ist treu und setzt sich ein für sein Land, seine Eltern, seine Feldmeister und alle, die ihm anvertraut sind. Der Pfadfinder ist treu gegenüber seiner Familie und seinem Stamm. Der Pfadfinder gehorcht aus freiem Willen und macht nichts halb. Ich will die Natur kennen lernen und helfen, sie zu erhalten. Ich trete für Gerechtigkeit, Friede und Freiheit ein. Der Pfadfinder ist höflich und ritterlich. Der Pfadfinder, die Pfadfinderin nützt seine/ihre Fähigkeiten. Der Pfadfinder, die Pfadfinderin überlegt, entscheidet und handelt danach. Der Pfadfinder ist Freund aller Menschen und Bruder aller Pfadfinder. Ich will dort helfen wo ich gebraucht werde. Ich setze mich kritisch mit mir selbst und meiner Umwelt auseinander. Auf das Wort des Pfadfinders ist immer Verlass. Ich will zu allen Menschen herzlich sein. Die Pflicht des Pfadfinders ist es, nützlich zu sein und anderen zu helfen. Wir Pfadi wollen unsere Hilfe anbieten. Der Pfadfinder ist fleißig und sparsam. Ein Pfadfinder ist Freund zu allen Tieren. Ich will nie aufhören zu lernen. Der Pfadfinder ist tapfer, fröhlich und verzagt. Ich will selbständig Leben und Selbstbeherrschung übern. Der Pfadfinder ist rein in Gedanken, Worten und Taten. Ich will zuversichtlich sein. Ein Pfadfinder lächelt und pfeift in allen Schwierigkeiten. Der Pfadfinder weiß sich einzuordnen. Ich will offen für neue Wege sein. Auf die Ehre des Pfadfinders kann man unerschütterlich bauen. Ich bin bereit, in der und für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen und Pflichten zu tragen. Die Pflicht des Pfadfinders beginnt zu Hause. Ich will mein Leben nach meinem Herrn Jesu Christi ausrichten. Verantwortungsbewusst gegenüber seinem Land, tritt der Pfadfinder für ein freies und brüderliches Europa ein. Der Pfadfinder behandelt alle Menschen so wie er behandelt werden möchte. Der Pfadfinder strebt nach einem guten Gewissen. Ich bemühe mich einfach und bewusst zu leben. Ich lasse mich nicht von materiellen Gesichtspunkten bestimmen. Als Pfadfinder/in sage ich, was ich denke, und tue, was ich sage. Ich will aufrichtig und zuverlässig sein. Als Pfadfinder/in gehe ich zuversichtlich und mit wachen Augen durch die Welt. Ich will kritisch sein und Verantwortung übernehmen. Als Pfadfinder/in stehe ich zu meiner Herkunft und zu meinem Glauben. Ich will mich beherrschen. Wir Pfadi wollen Freude suchen und weitergeben. Ein Pfadfinder befolgt die Anordnungen seiner Eltern, seines Sippenführers und seines Stammesführers ohne Wiederrede. Ich will Mühe und Eigentum anderer achten.
Welche Regeln sind unsere Regeln und: Warum?
Schreibt uns!
Das Abenteuer sind die Anderen
Leserbrief vom 25.09.2005. Betreff: „Freizeitpark Bundeslager“, LARU 2/2005
Das Bundeslager ist keine Fahrt. Es ist ein Lager, das sagt ja schon der Name. Ebenso wie die Fahrt ist das Lager eine Methode unserer Pfadfinderarbeit, sonst bräuchten KfG-Teilnehmer auch nicht zu lernen, wie man ein Geländespiel, einen Postenlauf oder einen Jurtenabend plant. Trotzdem wäre ich der Letzte, der das Lager auf eine Ebene mit der Fahrt setzt. Was die Fahrt so besonders macht, muss hier nicht extra erwähnt werden, darüber ist schon genug geschrieben worden. Aber hat das Lager, insbesondere das Bundeslager, denn nicht auch seine Berechtigung?
„Es gehört eben dazu“, werden jetzt viele sagen, aber ab einem bestimmten Alter ziehen eigentlich die meisten, die sich jugendbewegt fühlen, die Fahrt dem Lager vor, aus gutem Grund. Sicher, dass Programm ist hauptsächlich auf Sipplinge zugeschnitten und man selbst entspannt abends im Cafe oder beim Singen im ‚Runden Raum’ mit guten Freunden. Aber nicht für alle ist das Bundeslager nur Berieselung. Fragt man mal einen Sippenführer, ob ihm das Bundeslager wie eine „Pauschalreise“ vorkam, wird dieser sich sicherlich bedanken. Und die personellen Engpässe im Programmteam zeigen doch, dass gerade diejenigen, die sich über Berieselung beschweren, ihre ungenutzte Energie sehr gut hätten investieren können. Wer wirklich will, kann sich auch einbringen. Außerdem ist ein Bundeslager auch das, was die Stämme daraus machen. Schickt man die Sippen von Programmpunkt zu Programmpunkt, gibt ihnen etwas zu Essen und macht früh Abendrunde, damit man bloß rechtzeitig ins Cafe kommt, trägt das nicht wirklich zum Gelingen des Lagers bei; sollte das jemand so halten, hat dieser das Prinzip Bula leider falsch verstanden. Stammesabende gehören ebenso dazu wie der Sippling, der auf dem Weg zum Zähneputzen aus vielen Jurten Abendliedern lauschen kann und das erste Mal die Größe des Bundes zu spüren bekommt, denn das Abenteuer sind die Anderen.
Ich erinnere mich daran, wie ich auf meinem ersten Bundeslager staunend die ganzen Kohten und Jurten sah. Auch in Almke habe ich wieder viele Paare leuchtender Augen gesehen und auch ich empfinde den Anblick der vielen Zeltstangen in der Dämmerung noch als etwas ganz Besonderes. Vielleicht ist das Bundeslager einfach da, um es als Gesamtkunstwerk auf sich wirken zu lassen. Hektarweise Schwarzzelte, viele, viele Lieder und Feuer, überall Fahnen und blaugelbe Halstücher; mal mit jemandem ins Gespräch kommen, der einen ganz anderen Dialekt hat: Das kann man nämlich wohl, eine reine Frage der Einstellung, mit der man zu diesem Lager fährt. Natürlich gibt es auch die Kehrseite der Medaille mit Bundesvorstandsbeschlüssen, die man absolut überflüssig findet, Nachbarstämmen, die so gar nicht den eigenen Idealen entsprechen und damit wenig gute Vorbilder für die eigenen Sippen sind, oder auch einzelne Programmpunkte, die man vielleicht nicht so gelungen findet.
Meine persönliche These dazu ist übrigens, dass das Bula mit 10 Tagen einfach zu lange dauert. Sicher, es ist eine Massenveranstaltung und nicht unbedingt etwas „Bündisches“. Jugendbewegt ist es aber doch, wenn sich viele der Stämme nicht vom gegebenen Rahmen abhalten lassen und ihre Traditionen pflegen. Das „B“ im „BdP“ leben wir in unseren Formen und nicht in unserer Gesamtheit. So gehe auch ich lieber auf Schwedenfahrt, als tagelang auf Lagern zu weilen. Aber trotzdem sollte man sich alle vier Jahre aufs Bundeslager freuen und sich vorher seine persönliche Rolle in diesem Spektakel suchen… sonst langweilt es wirklich. Konsumieren ja, nämlich Atmosphäre. Ansonsten einbringen, verbessern und zum Gelingen beitragen. Auf Fahrt gehen kann und sollte man trotzdem, dort ist dann auch genügend Zeit, dass Vergangene zu reflektieren.
Chrise, Stamm Graf Walo
Home Renate Story
„Der Fotograf hatte sich außer Gefecht gesetzt, und ich hoffte insgeheim: Vielleicht gehen sie jetzt. Dabei hätt’ ich nur den alten Grundsatz ganz vergessen: Ein Journalist geht niemals vor dem Abendessen! Und da saßen sie auch schon, die Serviette um den Bauch. "So ein Arbeitstag macht hungrig, ganz schön durstig macht er auch. Und wenn Sie zufällig an der Küche vorbeikommen, Ich hätt’ gern noch etwas von der Vorspeise genommen, und nach dem Nachtisch setzen wir uns rasch nach nebenan, und Sie erzähl’n mir dann, wie das alles begann."
Reinhard Mey
LARU: Hallo Renate, Ist es eigentlich schon mal passiert, dass du dich von dir zuhause (wo wir gerade sind) auch schon mal mit „BdP Landesgeschäftstelle, Renate Hirsch, Guten Tag!“ gemeldet hast?
Renate (lacht): Hallo Hinnerk. Ja, ist mir schon ein paar mal passiert.
LARU: Du hattest ja Jubiläum – 10 Jahre LGS… Weißt du noch wie dein erster Tag gewesen ist?
Renate: Ja, ich war zwei Tage früher da und habe eine gute Einweisung von meiner Vorgängerin bekommen. Und später haben mir Eddy und Norbert geholfen, wenn ich mal eine Frage hatte. Wie mein erster regulärer Tag war weiß ich nicht mehr.
LARU: Hattest du ein bestimmtes schlimmstes & bestes Erlebnis?
Renate (muss überlegen): Die Abmeldung der Feuerwehr, die war schon ziemlich stressig, da musste ich viel telefonieren. (Anm. D. Red.: Die Feuerwehr stand abgemeldet in Falling und dann kam da ein Beamter vom Ordnungsamt…). Beste Erlebnisse gab es viele, jedoch das Wichtigste ist für mich, dass ich hier im Verband einige richtig gute Freundschaften mit Pfadfinder/innen schließen konnte.
LARU: Was ist denn deine Lieblingsbeschäftigung außer Pfadfinder/Innen bei ihren Problemen zu helfen?
Renate: Gemütliches Fahrradfahren, Lesen… (überlegt)
LARU: Ich weiß, dass du eine Zeit lang in Tokio gelebt hast und jetzt Englisch lernst, gibt es irgendein Wunschziel?
Renate: Mein Mann und ich planen 2006 nach Japan zu fliegen, und evtl. den Rückweg über Sibirien anzutreten.
LARU: Deine drei Kinder sind ja aus dem Haus, du bist den halben Tag in der LGS, was machst du mit der Freizeit, die dir bleibt?
Renate: Gute Frage, soviel freie Zeit habe ich eigentlich gar nicht, wir haben ein großes Haus mit Garten. Erwähnt hattest Du ja schon „Englisch-Lernen“ und „Fahrradfahren“. Außerdem liebe ich den Kontakt zu anderen Menschen. Um diesen zu pflegen braucht man eine Menge Zeit.
LARU: Waren deine Kinder auch bei den Pfadfinder, wenn du so begeistert von uns erzählt hast?
Renate: Für meine Kinder war ich zu begeistert von den Pfadfindern. Sie waren eher ein bisschen eifersüchtig darauf, dass ich soviel Zeit mit den jungen Leuten verbracht habe. Zum Beispiel haben sie lange Gesichter gemacht, wenn ich mal etwas für die Pfadfinder gekocht habe und sie nichts abbekommen haben.
LARU: Und was sagt dein Mann zu deinem Engagement, es scheint ja auch ein bisschen dein Hobby geworden zu sein?
Renate: Joachim hat nichts dagegen, ihn interessieren Pfadfinder auch.
LARU: Du warst ja auch auf dem Bula und hast dort gekocht, wer kocht denn bei euch beiden? (Anmerkung: Renate steht gerade in der Küche und schnippelt einen Salat!)
Renate: Am Sonntag kocht meist mein Mann (Joachim), sonst ich.
LARU: Und wer räumt die Küche auf und macht den Abwasch?
Renate (lacht): Das macht er dann auch.
LARU: Immer wenn ich in die LGS komme, will ich meistens was von dir. Womit kann man dir einen großen Gefallen tun?
Renate (muss überlegen): Hm, fällt mir im Moment nichts zu ein.
LARU: Dann freuen wir uns auf die nächsten Jahre mit dir als Antwort auf alle Probleme und Fragen. (Die Antwort auf fast alle Fragen verbirgt sich hinter der 0441/882304!!!!).
Das Interview führte Hinnerk Ahlers, Stamm Amelungen











